wn 2017 07 19Wenn die „Lippischen Perlentaucher“ auf die „Sandgranaten Fuldatal“ oder die „Schäbigen Sandbiester“ auf die „Tuffi Tanten“ treffen, dann wird in Sassenberg wieder Beachhandball gespielt. An diesem Wochenende rangeln einmal mehr insgesamt 50 Mannschaften um Ruhm und Ehre beim 15. innogy Beach-Cup des VfL Sassenberg. Primär geht es den Teilnehmern aber vor allem um eines: Spaß. „Viele Teams nutzen das Turnier, um die Saison ausklingen zu lassen. Der Spaßfaktor ist relativ hoch“, erklärt Thomas Stockhausen, Vorsitzender der Sassenberger Handballabteilung. Soll heißen: Nicht nur auf dem Sandplatz, sondern auch bei der großen Party im Festzelt am Samstagabend wird richtig Gas gegeben. Von Freitagabend – das Turnier der Frauen beginnt um 17.30 Uhr, das der Herren um 18 Uhr – bis Sonntagnachmittag wird die Sportanlage im Brook in eine belebte Zeltstadt verwandelt.

Der Mix aus Jux und sportlichem Wettkampf gefällt den Teilnehmern, die aus weiten Teilen Deutschlands anreisen. 30 Frauen- und 20-Männerteams geben sich in diesem Jahr in sechs beziehungsweise fünf Vorrundengruppen die Ehre. Sie kommen aus Warendorf, Everswinkel, Ascheberg, aber auch aus Krefeld, Kassel, Bielefeld, Fuldatal oder Hamburg. Weil der Andrang speziell bei den Frauen so groß war, stehen dort sogar Teams noch auf der Warteliste. „Mehr als 50 Mannschaften können wir auf der Anlage einfach nicht unterbringen“, sagt Stockhausen. Auch die Vorjahressieger, „Strandgeflüster“ aus Minden bei den Frauen und die „Lifeguards“ aus Porta sind wieder mit von der Partie. In der Außenseiterrolle fühlen sich erneut die Lokalmatadore, die auch in den vergangenen Jahren nur die zweite Geige spielten, wohl. „Wir lassen den anderen den Vortritt, weil wir gute Gastgeber sind“, betont Stockhausen lachend. „Wir können mitspielen, aber die Siegchancen sind begrenzt.“ Es ist also nicht zwingend davon auszugehen, dass bei den Endspielen am Sonntag der Heimvorteil greift. Um 13.10 Uhr spielen die Frauen ihren Sieger aus, um 13.45 Uhr steigen dann die Männer in den sandigen Ring. Das Turnier, das weiterhin den gleichen Hauptsponsor, in diesem Jahr aber erstmals einen anderen Namen hat, wäre ohne die vielen Helfer aus den eigenen Reihen des VfL nicht zu stemmen. „Wir spannen da eigentlich immer alle Mannschaften mit ein“, so Stockhausen. Die haben ja schließlich auch direkt was davon. „Für unsere Abteilung sind das Einnahmen, mit denen wir unsere gesamte Saison finanzieren“, erklärt der Abteilungschef. Alles ist vorbereitet, Stockhausen hat nur noch einen Wunsch: „Ein bisschen Sonne würde uns gut tun.“

Quelle: Westfälische Nachrichten | Autor: Christian Lehmann