wn 2016 07 24 sEs ist kaum übertrieben, wenn man dem Beachhandball-Cup der VfL-Handballabteilung einen gewissen Kultstatus bescheinigt. 29 Damenteams gingen am Wochenende auf den Sandplätzen im Brook auf Punkte- und Torejagd, bei den Herren waren es 20., die den 14. RWE-Cup ausspielten. Handballer aus Köln, Kassel, Hamburg oder Frankfurt hatten erneut den Weg in den Sassenberger Brook gefunden. Einen Grund für die große Beliebtheit des Turniers glaubt der Vorsitzende Thomas Stockhausen zu kennen. „Wir erlauben den Spielerinnen und Spielern, hier zu grillen. Das ist bei anderen Turnieren nicht mehr so. Viele nutzen dieses Wochenende als eine Art Abschlussfahrt.“

 

Rund um den Sportplatz und gegenüber auf dem Schützenplatz campierten die Teilnehmer. Einige von ihnen waren bereits am späten Donnerstag angereist. „Na ja, sie wollten sich schon vorab die besten Plätze mit ein wenig Schatten sichern“, vermutete Stockhausen. „Es ist die lockere Stimmung, die dieses Turnier ausmacht.“ Ein wenig mutete es an wie auf einem Festival. Hier und da wurde gegrillt, andernorts feierte man gut gelaunt zur Musik aus dem eigens mitgebrachten Ghettoblaster.

Gespielt wurde selbstverständlich auch. Zwar traten die Herren des VfL in diesem Jahr nicht beim „Heimturnier“ an, dafür vertraten die „Herxfeldhexen“ – ein Team, welches aus Spielerinnen der 1.Damenmannschaft bestand – die Gastgeber.

Trotz der lockeren Atmosphäre dürfe man jedoch nicht glauben, dass die Partien ohne jeden sportlichen Reiz seien, betonte Stockhausen. „Es ist ein Fun-Turnier, keine Frage. Aber es sind wirklich alle mit Ehrgeiz dabei. Dazu kommt jedoch eine gewisse Gelassenheit. Es geht nicht allzu verbissen zu.“ Allerdings schränkt Stockhausen ein: „Bei den späteren Finalpaarungen am Sonntag wird nichts abgeschenkt. Da wollen es dann alle noch einmal wissen.“

Die Bedingungen waren optimal. Angesichts des guten, beständigen Wetters konnte bis nach 20 Uhr gespielt werden, im Anschluss feierten die Teilnehmer im Festzelt die große Beachparty. Ein wenig Disziplin war hierbei jedoch durchaus von Nöten. Schließlich waren für den Sonntagmorgen bereits ab 9 Uhr die ersten Partien angesetzt. Dass die Sportler mit jeder Menge Spaß auf den Feldern spielen konnten, hatten sie auch den Organisatoren zu verdanken. Der Förderverein der Handballabteilung kümmerte sich um das Frühstück und die Versorgung mit Getränken, die Aktiven der Abteilung halfen beim Aufbau und übernahmen die Verantwortung im sportlichen Bereich. Mehr als 50 Helfer waren so im Einsatz. „Ohne sie geht es nicht. Wir sind froh, dass wir diesen Rückhalt und eine solche Unterstützung haben.“

Quelle: Westfälische Nachrichten, Autor: Christopher Irmler