wn 2015 07 27 s2Eine Unwetterwarnung sorgte am Samstag beim Beachhandball-Turnier für Aufregung. Um 16 Uhr mussten die Sportler ihre Zelte abbauen, und der Brook wurde evakuiert. Die Stadt Sassenberg stellte schnell und unkompliziert für 200 Sportler die Turnhalle im Brook zur Verfügung. Sie sind seit der Gründung vor 13 Jahren immer dabei, aber das haben die Spieler von Selecao Bork auch noch nicht erlebt. „Hier sind ja immer extreme Wetterlagen, entweder es ist total heiß, oder es gibt Gewitter, aber gestern war es noch extremer. Die Organisatoren haben das aber gut gelöst“, sagt Tobias Praetorius. Denn am Samstag gab es um 16 Uhr Unwetterwarnung, so dass das Beachhandball-Turnier im Brook unterbrochen und das Gelände evakuiert werden musste.

 

„Es mussten alle aus den Zelten raus, aber die Stadt hat uns schnell die Turnhalle im Brook zur Verfügung gestellt“, berichtet Mitorganisatorin Birgit Schimweg, die sich sehr über die unbürokratische Hilfe freute. „Die Einsicht bei den Spielern war da, und sie haben sich sehr bedankt, dass das so unkompliziert ging.“ Auch die Feuerwehr half mit, sie sperrte einen Teil des Geländes ab, weil ein schwerer Ast abzubrechen drohte.

„Sie haben die Zelte trotz Unwetterwarnung unter den Bäumen aufgebaut, deshalb mussten sie wieder abgebaut werden“, sagt Helmut Vinke, Vizechef der Sassenberger Bürgerschützen. Rund 200 Sportler seien dann zur Sporthalle umgezogen.

Doch am Sonntagmorgen standen schon wieder etliche Zelte, denn nachdem das Unwetter sich verzogen hatte, kamen viele wieder mit ihrem Zelt in den Brook zurück. „Zwischen 23 und 24 Uhr sind die wieder aufgebaut worden“, sagt Birgit Schimweg. Letztlich hätten dann nur 50 Sportler in der Turnhalle übernachtet.

Bei strahlendem Sonnenschein ging es am Sonntag in die Finalspiele. „Wir haben trotz des Unwetters vom Samstag gute Stimmung hier“, freute sich Birgit Schimweg. 48 Damen- und 50 Herrenteams aus ganz Deutschland waren am Wochenende im Brook. Sie kamen aus Berlin, Bonn, Köln, Fuldatal und natürlich auch aus der näheren Umgebung. Die Idee zu den Beachhandball-Turnieren entstand, nachdem der Rasenfeldhandball immer weniger Anklang fand. „Man musste sich etwas Neues einfallen lassen. Es gibt sogar deutsche Meisterschaften im Beachhandball“, berichtet Birgit Schimweg. Das Spiel ist besonders schnell und hat einige Besonderheiten zu bieten. So zählen zum Beispiel Tore doppelt, wenn sich der Schütze vorher um die eigene Achse dreht, oder wenn er den Ball in der Luft stehend fängt und direkt verwandelt (Kemper-Trick). Für den Sieger gab es am Ende einen Pokal und Sachpreise (siehe Bericht Sportseite).

Die Beachhandballer sind mittlerweile eine große Familie. Man trifft sich auf den verschiedenen Turnieren und hat Spaß. Das gilt auch für Sassenberg. „Wir sind seit dem ersten Jahr hier und sind gleich gut aufgenommen worden. Das Turnier ist bestens organisiert. Die Organisatoren verstehen es hier, den Beachhandball richtig zu produzieren“, schwärmt Praetorius.
 
Quelle: Westfälische Nachrichten