wn 2014-07-21 sDas mit den Team-Namen ist beim 12. RWE-Beach-Cup so eine Sache. Normalerweise kann man bei Sportevents schon anhand des Namens einschätzen, wie stark die Teams sind. Das ist beim Sassenberger Beachhandball-Turnier anders. Welche Mannschaft sich hinter den „Flying Rös“, den „Sandomaso“ oder dem „Koopa Troopa Beach Team“ verbirgt, ist erstmal unklar. Auch die Stadt, aus der die Mannschaften kommen, lässt sich manchmal nur erahnen. Bei einem Damen-Team ist das der Fall. Die Handballerinnen aus Bielefeld, die als 1. SC Liebefeld an den Start gehen, waren richtig kreativ. „Wir lieben unsere Stadt und finden Bielefeld einfach super und dann hat sich unser ehemaliger Trainer Christian das mit dem Buchstabendreher ausgedacht“, erklärt Jule, woher der Name stammt. Klar, dass das SC im Namen auch nicht für Sportclub, sondern für Sandclub steht.

 

Dem Männerteam aus Bielefeld gefiel der Name aber nicht besonders. Also wurde aus Liebefeld kurzerhand (Tr)iebefeld. Was das bedeuten soll und wie genau sie zu dem Namen gekommen sind, wissen die Spieler nicht mehr. „Wir wollten Liebefeld nicht haben und irgendwer hat zwei Klammern gesetzt“, meint Kevin. Sinn machen die Klammern nicht unbedingt. „Aber viele Team-Namen machen ja keinen Sinn“, findet Kevin. Es mag auch das eine oder andere alkoholische Getränk bei der Namensfindung dabei gewesen sein. Dass das bei vielen der Fall gewesen ist, damit halten die Handballer nicht hinterm Berg. Die Flying Rös haben ihre Mannschaft gar nach zwei alkoholischen Getränken benannt. Aus den Flügeln – etwas freier übersetzt als Flying – eines Energie-Drink-Herstellers und dem weibliche Pendant eines Hirsches – Rös, abgeleitet vom englischen roe für Reh –, der auf einer Flasche eines Kräuterlikörs abgebildet ist, setzt sich der Name der Kölner Gruppe zusammen.

Kein Alkohol, nur Google, war bei der Namensfindung der zweiten Damenmannschaft des VfL Sassenberg behilflich. „Wir haben ein bisschen nach witzigen Sportnamen gegoogelt – und wir sind einfach imposand“, lacht Sarah. „Zusätzlich weiß jeder, der mal im Sand gespielt hat, dass man auch mal Sand da hat, wo er nicht hingehört.“ Den Sand haben auch andere in ihrem Namen, etwa die „Schäbigen Sandbiesters“ oder Sandomaso“, das Herrenteam der Sassenberger. Bei vielen Teams ist es gar nicht so einfach, der Herkunft des Namens auf die Schliche zu kommen. Das kann daran liegen, dass es den Namen schon lange gibt oder eben Alkohol im Spiel war. Auch das Warendorfer „Koopa Troopa Beach Team“ weiß nicht mehr, wer genau auf den Namen gekommen ist. Sicher ist auf jeden Fall, dass das „Koopa Troopa“ von einer Strecke beim Videospiel „Mario Kart“ abgeleitet wurde. Wie bei so vielen war es ein geselliger Abend als der Name entstand. So richtig glauben kann man Arne dann nicht als er scherzt: „Wir haben Tee getrunken und Brettspiele gespielt – und sind dabei auf den Namen gekommen.“

Quelle: Westfälische Nachrichten